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G19 · Linie Altenbochum · Altenbochum · Bochum · Essen

Heinrich Theodor Friemann

Als Kaufmann, Archivar und Familienforscher bewahrte Heinrich Theodor das Familiengedächtnis. Seine Recherchen, seine Chronik und sein Nachlass bilden bis heute eine wesentliche Grundlage unserer Forschung.

Gezeichnetes Porträt von Heinrich Theodor Friemann mit Brille und Krawatte
Heinrich Theodor Friemann

Grunddaten und familiärer Hintergrund

G19

1886–1967

Heinrich Theodor war das jüngste Kind von Heinrich Wilhelm Friemann und Agnes Kabeisemann. Er erhielt eine kaufmännische Ausbildung, war bis 1924 Teilhaber des Familienbetriebs und arbeitete später wissenschaftlich im Krupp-Werksarchiv. Er blieb unverheiratet und kinderlos; seine Familienchronik und sein heute im Stadtarchiv Bochum einsehbarer Nachlass wurden zu seinem bleibenden Vermächtnis.

Lebensdaten
6. Juni 1886 – 17. Dezember 1967
Ehepartnerin
unverheiratet
Eltern
Heinrich Wilhelm Friemann · Agnes Kabeisemann
Ausbildung
Gymnasium · Höhere Handelsschule Dortmund
Beruf
Kaufmann · Teilhaber · wissenschaftlicher Archivmitarbeiter
Vermächtnis
Autor der Familienchronik „Friemann aus Altenbochum“
Nachlass
Stadtarchiv Bochum · für die Forschung einsehbar

Grundlage: Familienchronik Band 1 · Nachlass im Stadtarchiv Bochum

Würdigung des Familienforschers

Der Bewahrer des Familiengedächtnisses

Heinrich Theodors genealogische und archivalische Arbeit legte ein Fundament, auf dem unsere heutige Forschung und Dokumentation aufbauen. Sein im Stadtarchiv Bochum einsehbarer Nachlass erschließt zusätzliche Aufzeichnungen und Erkenntnisse. Seine Ergebnisse sind Ausgangspunkt und Wegweiser – zugleich prüfen wir seine Annahmen, wo immer möglich, erneut an den überlieferten Originalquellen.

Er führte keine Kinder in die Welt – aber er bewahrte der Familie ihr Gedächtnis.

Das Lebensbild

Ein Lebensweg in der Altenbochumer Familiengeschichte

Belegte Grunddaten, familiäre Zusammenhänge und historische Einordnung werden nachvollziehbar voneinander unterschieden.

01

Kaufmännische und industrielle Ausbildung

Nach Gymnasium und Höherer Handelsschule absolvierte Heinrich Theodor seine praktische Ausbildung beim Rheinisch-Westfälischen Cement-Syndikat. Vor dem Ersten Weltkrieg leitete er zeitweise das Büro einer Feldbahnfabrik in Chemnitz.

02

Teilhaber des Familienbetriebs

Nach dem Tod seines Vaters trat Heinrich Theodor 1909 als Teilhaber in die Kornbrennerei und Hefefabrik Wilhelm Friemann ein. Bis 1924 erlebte er dort Krieg, Inflation und die wirtschaftlichen Unsicherheiten der frühen Weimarer Republik.

03

Forscher und Archivar

Neben dem Beruf widmete er sich mit großer Sorgfalt Archivstudien und genealogischer Forschung. Von 1941 bis 1945 arbeitete er wissenschaftlich im Werksarchiv der Firma Krupp. Die Chronik ordnet diese Tätigkeit ausdrücklich in den Kontext des in die Rüstungsproduktion eingebundenen Unternehmens ein. Seine methodische Nähe zu Archiven prägte auch die systematische Erschließung der eigenen Familiengeschichte.

04

Ein Vermächtnis ohne Nachkommen

Heinrich Theodor blieb unverheiratet und starb 1967 kinderlos. Mit seiner Familienchronik und seinem im Stadtarchiv Bochum erhaltenen Nachlass hinterließ er jedoch ein außergewöhnliches Forschungsfundament. Viele unserer heutigen Annahmen, Suchwege und Dokumentationen gehen auf seine Vorarbeiten zurück. Sie verdienen Anerkennung – und zugleich die fortgesetzte Prüfung an Urkunden und weiteren Originalquellen.

Quellenhinweis Dieses Lebensbild folgt der Darstellung und den Einzelnachweisen in „Friemann aus Altenbochum – Familienchronik Band 1“, vierte Auflage 2026. Wo Partnernamen, Nachkommen oder Einzelheiten nicht gesichert überliefert sind, wird die Lücke ausdrücklich benannt. Historische Rekonstruktionen ersetzen keinen personenbezogenen Einzelbeleg.